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Abschaffung des reduzierten USt.-Satzes für Dienstleistungen von Rechtsanwälten im Rahmen ihrer Rechtshilfe.
20-07-2011

Frankreich – Offizielles Steuerbulletin (Bulletin official des Impots N 17 vom 3. März 2011 3C61-11)

Gemäß der Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 17. Juni 2010 (Rechtssache C-492/08 Kommission gegen Frankreich) sind die von Rechtsanwälten im Rahmen der Rechtshilfe erbrachten Dienstleistungen ab dem 31. Dezember 2010 nicht mehr mit dem reduzierten Ust.-Satz zu besteuern.

Die Steuer fällt an, wenn die Dienstleistung vollständig erbracht wurde. Dabei wird der Standardsatz von 19,6 % angewendet. Das Ende der Rechtshilfe entspricht mit Wirkung vom 31. Dezember 2010 dem Datum des vom Gerichtsschreiber ausgestellten Zertifikats oder dem Datum der Zustellung des so genannten Zertifikats.

Nichtsdestoweniger gilt der reduzierte USt.-Satz für Zahlungen, die vor dem 31. Dezember an einen im Rahmen der Rechtshilfe agierenden Rechtsanwalt geleistet wurden.